Die 2013 in Kraft getretene EU-Kosmetikverordnung stellt übrigens sicher, dass ein Etikettenschwindel nicht mehr so einfach möglich ist.
Grundsätzlich gibt es drei vertrauenswürdige Siegel, die Naturkosmetik deklarieren. Das bedeutet leider aber nicht zwangsläufig, dass in den Produkten auch 100% Natur drin steckt. Klären wir doch zunächst einmal den Unterschied von Natur- und Biokosmetik, dabei handelt es sich nämlich nicht um geschützte Begriffe und Hersteller können diesen Begriff beliebig verwenden.
Diese drei Organisationen haben sich hingegen auf folgende Standards festgelegt —
Der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren und Körperpflegemittel – kurz BDIH – zertifiziert nur eine gewisse Kontrolle der Inhaltsstoffe:
Definiert ist nur, dass die Rohstoffe aus kontrolliert biologischen Anbau stammen müssen. Lediglich bei 15 spezifischen Rohstoffen, darunter Oliven, Jojoba und Soja, ist ein kontrolliert ökologischer Anbau Pflicht. Ein prozentualer Anteil der jeweiligen Inhaltstoffe ist nicht festgelegt, könnte daher auch nur 5% betragen. Reglementiert ist außerdem die Verwendung tierischer Rohstoffe sowie der Einsatz bestimmter (naturidentischer) Konservierungsstoffe. Einige Stoffe wie Silikone und synthetische Duftstoffe sind gänzlich verboten.
Die European Natural and Organic Cosmetics Interest Grouping aus Brüssel hat 2008 das Natrue-Siegel mit drei Qualitätsstufen entworfen:
Das französische Label Ecocert hat 2002 einen Standard für Natur- und Biokosmetik entwickelt – es wurde zwei Zertifizierungsstufen erarbeitet:
In Biokosmetik müssen mindestens 95% der pflanzlichen und mindestens 10% der gesamten Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau stammen. Bei Naturkosmetik sind es nur noch 50% bei einem Gesamtanteil von mindestens 5%.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, dem sei die Smartphone-App Codecheck ans Herz gelegt. Der Barcode lässt sich mit der App scannen und die Inhaltstoffe werden auf Bedenklichkeit ausgewertet.
Das Häschen zeigt an, dass die Produkte nicht an Tieren getestet wurden. PETA veröffentlich regelmäßig eine Liste, in der viele Marken aufgeführt werden, die bei der Produktion auf Tierversuche verzichten.
Dieses Siegel zeigt nur an, dass weder tierischen Produkte oder Derivate verwendet wurden. Es sagt jedoch nichts über die Qualität der Rohstoffe aus. Erst Kombination mit anderen Zertifizierungen, z.B. dem Natrue-Siegel, gibt es ein Qualitätsversprechen.
Die Dose mit dem darüber schwebenden Deckel ist das Symbol für die Produkthaltbarkeit. Das M steht für Monate. Mascara sollte beispielsweise nicht länger als 3 Monate verwendet werden. Wimperntusche trocknet nicht nur aus, sondern die Bürste ist auch ein beliebter Wohnort für Bakterien. Bei pudrigen Lidschatten ist oftmals eine Mindesthaltbarkeit von 24 Monate angegeben. Bei unempfindlichen Augen und richtiger Lagerung der Produkte können diese aber auch zum Teil länger verwendet. Vorsichtig sollte man allerdings bei Pflegecreme sein, da diese ranzig werden können, Allergien auslösen oder ganz einfach ihre Wirkung verlieren.
Der grüne Punkt ist eine europaweite Kennzeichen für Verpackungsrecycling. Ein weiterer Recycling-Code ist das Piktogramm dreier Pfeile die den Wiederverwertungskreislauf darstellen. Ist darin eine Prozentzahl angegeben, bedeutet diese den Anteil der wiederverwendbaren Rohstoffe.
Das e steht für estimated und steht nach der Mengenangabe auf einem Produktetikett. 150 ml e bedeutet demnach, dass die angegebene Menge auch wirklich in dem Behälter ist. Das Zeichen für Volumen-TÜV sozusagen.
Tags: Fair Trade
Ruth is a friend to all walks of life and a language nerd. She studied linguistics and worked as a journalist, editor and translator. You'll find her geared up in regular 80's outfits, with her camera swung around her neck or hot on the keyboard translating. She seeks out true beauty amongst the mundane and finds nothing sexier than someone with good grammar.
Auf das Herz hören Als ich in die vorzeitige Menopause…
Sieh dir dieses amazing(y) Produkt an, das wir gerade in…