Hot Topic: Sonnenschutz

Das Thema Sonnenschutz wird immer wieder kontrovers diskutiert. Auch bei Amazingy erhalten wir jeden Monat dutzende Fragen zu diesem Thema, also dachte ich, es sei an der Zeit einen Artikel darüber zu schreiben, was ich alles über Sonnenschutzmittel gelernt habe.

Ich habe mich entschieden, Tipps aus Haus- und Gartenapotheke so weit wie möglich zu vernachlässigen: Jeder sagt etwas anderes und es ist nicht leicht herauszufiltern, was wahr oder falsch ist. Stattdessen habe ich mir so viele wissenschaftlich geprüfte Berichte zu Gemüte geführt, wie ich finden konnte. Überflüssig zu erwähnen, dass ich während der Arbeit an diesem Artikel auf einem Koffein- und Schokoladeninduzierten Energietrip war.
Ich möchte allerdings deutlich machen, dass ich weder Mediziner noch Experte in diesem Bereich bin. Ich bin nur ein Typ, der sich auf seinen gesunden Menschenverstand verlässt. Falls ich einen Fehler gemacht haben sollte, werde ich den Artikel jederzeit editieren, obwohl ich ziemlich sicher bin, dass der Inhalt auf den aktuellsten, wissenschaftlichen Forschungen basiert.

Keine Lust, diesen langen Artikel zu lesen? Scrollt runter und lest nur die Zusammenfassung und Tipps.

Breitband-Sonnenschutz

Ultraviolette Strahlung, die auf die Erde trifft, lässt sich in UVA (320-400nm) sowie UVB (290-320nm) unterteilen. Am einfachsten kann man sich Unterschied wie folgt merken: UVA-Strahlung lässt altern, UVB-Strahlung verbrennt. Inwieweit man UV-Strahlung ausgesetzt ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Ort, Jahres- oder Tageszeit sowie atmosphärischem Zustand (Wolken, Smog, Verschmutzung) ab. Ein Beispiel: Während du einen fruchtigen, alkoholfreien (yeah, right!) Cocktail (geschüttelt, nicht gerührt) in der sommerlichen Mittagssonne am Strand von Barcelona trinkst, setzen sich die Strahlen 94% UVA und 6% UVB zusammen. Hinweis: UVC-Strahlen erreichen nicht die Erdoberfläche, da diese komplett von der Ozonschicht absorbiert werden.

Traditionell standen UVB-Strahlen im Fokus – verhindere Sonnenbrand und alles ist gut! Daraus entwickelte sich auch der bekannte Lichtschutzfaktor LSF, der beschreibt wie stark ein Produkt vor Sonnenbrand, also vor allem vor UVB-Strahlen, schützt. Das ist zum Teil der Grund, warum viele Sonnencremes immer noch nicht ausreichend gegen UVA-Strahlen schützen. Das ist ein Problem, da UVA-Strahlen zwar keinen Sonnenbrand verursachen, die Haut aber dennoch nachhaltig, aber zunächst unbemerkt schädigen. UVA-Strahlen fördern nicht nur frühzeitige Hautalterung (oh Nein, die ersten Falten! Her mit der BB-, CC-, DD-Creme, aber fix, Darling!), sondern erhöhen auch das Risiko an Photodermatitis oder Hautkrebs zu erkranken. UVA-Strahlen können zudem Glas durchdringen und erreichen auch die tiefsten Hautschichten.

Wer nach einen Tag in der Sonne jemals krebsrot aussah, dem sind die kurzfristigen Effekte der UVB-Strahlen sehr wohl bekannt. Sonnenbrand kann von leichten Rötungen bis zu ernsthaften Verbrennungen variieren. Längerfristig wird die Haut degenerative Zeichen von sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen zeigen: frühzeitige Hautalterung, aber auch Schädigungen des Gewebes und der Nährstoffversorgung der Haut sind bekannte Folgen chronischen Sonnenbadens. Und dann gibt es da noch das große K-Wort, dass uns allen Angst einjagt: Krebs. Mittlerweile werden UVA- und UVB-Strahlen als krebserregend eingestuft, UV-Strahlung gilt somit allgemein als Karzinogen.

Sonnenschutzmittel, auf denen ‘Breitbandspektrum’, ‘Multispektrum’ oder ‘UVA/UVB-Schutz’ vermerkt ist, enthalten üblicherweise Inhaltsstoffe wie stabilisiertes Avobenzone, Ecamsule, Oxybenzon, Titaniumdioxid und Zinkoxid, die zusätzlich auch gegen UVA-Strahlen schützen.
Der LSF-Faktor hingegen spezifiziert den Schutz gegen UVB-Strahlen. Konkret heißt das: LSF 15 filtert ca. 93% der UVB-Strahlen, LSF 30 sogar 97%, SPF 50 98% (nur 1% mehr!) der UVB-Strahlen. Da der LS-Faktor demnach irreführend ist, hat die EU mittlerweile alle Labels über LSF 50 verboten. Der amerikanische Verbraucherschutz ( FDA) arbeitet ebenfalls an einer solchen Einschränkung. In der EU sind zudem Angaben wie ‘kompletter Schutz’, ‘100% Schutz’, ‘Sunblock’ und ‘Schutz den ganzen Tag über’ (und ähnliche Marketing-Strategien dieser Art) untersagt.
Daher mein Tipp: SPF 15 ist ein guter Start, da dieser 93% der UVB-Strahlen blockiert. An sonnigen Tagen oder wenn ihr längere Zeit draußen verbringt, lohnt sich der Griff zum SPF 30. Alles über SPF 50 scheint Nonsens zu sein:

  • SPF 15 ermöglicht noch rund 7% der UVB-Strahlen durch die Haut zu dringen.
  • SPF 30 ermöglicht noch rund 3% oder UVB-Strahlen durch die Haut zu dringen.
  • SPF 50 ermöglicht noch rund 2% der UVB-Strahlen durch die Haut zu dringen.

Es lässt sich demzufolge behaupten, dass Produkte mit einem höheren LSF eher einer Marketingstrategie unterliegen und keinen wesentlich besseren Sonnenschutz gewährleisten. Ihr erhaltet einen besseren Sonnenschutz mit einem richtig angewendeten, mittleren LSF als mit einem höheren LSF, der falsch angewendet wird. Und darin liegt auch gleich das nächste Problem: fast niemand verwendet genug Sonnenschutzmittel oder wiederholt das Auftragen nach einer gewissen Zeit.

Der LSF berechnet sich aus einer Dosis von ca. 30 ml (1 oz) für den ganzen Körper – ganz sicher viel mehr als die meisten von uns verwenden. Es wird also eine unzureichende Menge Sonnencreme in Erwartung des angezeigten LSF aufgetragen. Anwendungsbeobachtungen beweisen, dass der eigentliche Sonnenschutz vor allem dadurch limitiert wird, dass zu wenig Produkt in zu langen, zeitlichen Abständen verwendet wird.
Ein EWG-Report illustriert die Konsequenzen durch inadäquat aufgetragene Sonnenschutzmittel, basierend auf der Verwendung von nur einem Viertel der empfohlenen Menge:

Angegebener LSF Durchschnitt-LSF 0.5mg/cm2 Prozent der Strahlen, die noch auf die Haut treffen
15 2 50%
30 2.3 43%
50 2.6 38%
100 3.2 31%

 

Wie ihr seht, gibt diese Statistik ein komplett anderen Sonnenschutz an, obwohl LSF 30 eigentlich nur noch 4% der Strahlen durchlassen sollte. Kein Wunder, dass sich viele trotz Sonnenschutzmittel einen Sonnenbrand zuziehen.

Bezüglich dieser LSF-Ergebnisse zeigen FDA und der EU Colipa-Test kaum Unterschiede: das Colipa-Rating in Europa bestimmt einen UVA-Schutz-Bestandteil von mindestens 1/3 des gesamten Sonnenschutz. Demzufolge muss ein Produkt mit einem LSF von 15 mindestens einen UVA-Schutzfaktor von 5 leisten.

In den USA bestimmten seit 2012 die FDA-Richtlinien, dass Sonnenschutzmittel nur mit ‘Breitspektrumschutz’ ausgezeichnet sein dürfen, wenn diese auch tatsächlich gegen UVA- als auch UVB-Strahlen schützen. Wenn also ein Produkt aus den USA einen Breitbandschutz verspricht, ist der Unterschied zu europäischen Sonnenschutzmittel verschwindend gering. Ein amerikanisches Sonnenschutzmittel mit dem LSF 30 hat daher auch in etwa den gleichen LSF wie ein vergleichbares, europäisches Produkt (überflüssig zu erwähnen, dass alle LSF-Produkte auf Amazingy auch einen Breitbandschutz bieten!).

Wie dem auch sei: Sollte eure Haut nach Sonnenbaden mit Rötungen, Juckreiz, Pusteln, Blasen, Verschorfungen reagieren, schmerzen oder gar bluten, dann habt ihr wahrscheinlich eine Form von Sonnenallergie.  Die Art und Menge von Sonnenschutz, die ihr in diesem Fall benötigt, um euere Haut ausreichend zu schützen, kann von den oben genannten Informationen abweichen. In einem bald folgenden Artikel werden wir uns etwas intensiver mit dem Thema Sonnenallergie befassen.

UV-Filter: physikalisch oder chemisch?

UV-Filter reduzieren die Menge ultravioletter Strahlung, die in die Hautschichten eindringt durch Reflexion, Zerstreuung oder Umwandlung in Hitze.

Partikel von Titaniumdioxid (TiO2) sowie Zinkoxid (ZnO) funktionieren als physikalische UV-Filter. Diese physikalischen, also nicht-organischen, Barrieren blockieren die Sonne durch Partikel, die die Sonne reflektieren und so die UV-Strahlen zerstreuen. Einfach ausgedrückt, agieren die Partikel als tausende kleine Spiegel auf der Haut. Physikalische Barrieren sind beinahe perfekter Sonnenschutz: Sie schützen vor UVA- und UVB-Strahlen, wirken sofort, sind stabil, gelten als unbedenklich und verändern nicht ihre Struktur (das bedeutet, dass sie auch nach dem Schwimmen oder wenn man schwitzt ihre Wirkungsweise nicht einbüßen).

Warum also nutzen wir diese Filter nicht die ganze Zeit? Das liegt vor allem an dem unbeliebten Weißeffekt, den Zinkoxid- als auch Titaniumdioxidpartikel auf der Haut hinterlassen. Die eigentlich weißen Partikel werden daher auf eine Größe von ca. 200 nm (Millionstel eines Millimeters) ‘verkleinert’, um diese transparenter auf der Haut zu machen. Physikalische UV-Filter finden sich in konventionellen Sonnenschutzprodukten mit einem höheren SPF als 25. Außerdem sind physikalische in den meisten natürlichen/organischen Sonnenschutzprodukten enthalten, da diese chemische Filter überflüssig machen. Physikalische Filter werden auch von sensibler oder allergischer Haut vertragen und sind auch für Kinderhaut geeignet.

Zinkoxid wird als unbedenklich eingestuft werden und seit langer Zeit in Hautpflegeprodukten verwendet, ohne das Probleme wie allergische Reaktionen bekannt sind. Es hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann Wunder bei Akne bewirken (daher empfiehlt sich bei Erwachsenen-Akne auch der Wechsel von konventionellem zu mineralischem Make-up, das Zinkoxid enthält). Zinkoxid “sitzt” auf der Haut, es wird weder absorbiert noch verstopft es die Poren und eignet sich daher auch für empfindliche Haut. Es ist wichtigste,  aktive Inhaltsstoff in Windelcreme für Babies und hilft beim Heilungsprozess von Windelausschlag, da es die Haut gegen äußerliche Feuchtigkeit schützt. Oftmals wird Zinkoxid sogar Müslis oder Vitaminpillen als Nährstoff hinzugefügt.

In Sonnenschutzprodukten wird Zinkoxid wegen seiner starken Breitbandschutzwirkung und Stabilität verwendet. Der Mineralstoff verändert sich nicht und auch nach Stunden des Sonnenbadens wirkt es wie beim Auftragen. Auf dem folgendem Bild lässt sich die Wirkung ablesen, weiß steht für ‘vor dem Sonnenbad’, schwarz für ‘nach dem Sonnenbad’.

ZnO based sunscreen before and after UV irradiation

Titaniumdioxid hingegen ist etwas umstritten, obwohl es – korrekt angewendet – ebenfalls als ein unbedenklicher Inhaltsstoff angesehen wird. Man wird es nicht glauben, aber Titaniumdioxid findet sich überall und wahrscheinlich verwendet es jeder von uns, ohne es überhaupt zu wissen. 4,5 Millionen Tonnen davon werden jedes Jahr produziert und wird in einer Reihe von Produkten – von Farbe über Süßigkeiten, Zahnpasta, Solarzellen und Vitaminpillen verwendet. Ind wusstet ihr, dass es sogar einen Großteil der Schadtsoffe aus Zigarettenrauch filtert?

Das Problem mit Titaniumdioxid ist seine phototoxische Eigenschaft. Je kleiner die Partikel sind, umso problematischer. Um photochemische Aktivitäten zu verhindern (mit anderen Worten, um die Partikel in ihrer chemischen Struktur zu stabilisieren), sind Sonnenschutzhersteller dazu übergegangen, diese Partikel mit trägen, unorganischen Stoffen wie Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid (beide nicht zu verwechseln mit dem umstrittenen Aluminiumhydroxychlorid) oder hydriertem Silica zu ummanteln. Anschließend folgt eine weitere Ummantelung mit organischen Substanzen wie Stearinsäure, um das Produkt wasserabweisend und somit länger wirksam zu gestalten. Klingt eigentlich ganz gut, oder? Beinahe! Neuste Studien zeigen, dass Chlor in Swimmingpools diese Ummantelung zerstört und somit die Nano-Titaniumdioxid-Partikel wieder freilegen.
Für mehr Infos zu Titaniumdioxid siehe Notiz 1 am Ende dieses Artikels.

Das Problem mit Nano-Partikeln

Zunächst einmal, es ist nicht immer die Größe entscheiden: nicht die Partikelstärke ist gefährlich – wir essen tagtäglich tausende, harmlose Nano-Partikel. In manchen Verbindungen können Nano-Partikel aber sehr wohl gefährlich sein.

Die meisten Hersteller von Zinkoxid und Titaniumdioxid produzieren für die kosmetische Nutzung 3 Stärken von Zinkoxid: USP1, eine Mikrogröße und eine Nano-Größe. Die Größen lassen sich mit einem Fußball, einem Tennisball und einer Murmel vergleichen, nur tausendmal kleiner. Hersteller nutzen die USP1-Größe als Ausgangsstoff für die Herstellung der anderen beiden Stärken.

Ein Nano-Partikel ist ein Partikel, das kleiner als 100 Nanometer (Billionstel eines Meters) ist. Ob ein Puder ‘non nano’ ist, lässt sich kaum feststellen, da es nahezu unmöglich ist nachzuweisen, ob ein Produkt 100% frei von Nano-Partikeln ist. Zudem sind viele Partikel nicht kugelförmig, sodass eine Vermessung sich besonders schwierig gestaltet. Die FDA hat sich bisher noch nicht zu dieser Problematik geäußert und gibt daher auch noch keine Definition für ‘nano’ oder ‘non nano’ vor. In der EU steht ‘non nano’ für einen ‘Partikel mit der Größe über 100nm’ (auch das sehr vage) und seit Juli 2013 muss die Verwendung von Nano-Technologie auf der Verpackung ersichtlich sein. In Australien wird ein Produkt als ‘non nano’ bezeichnet, wenn mehr als 90% der Partikel über 100nm groß sind.

Zu Nano-Partikeln von Titaniumdioxid und Zinkoxid gibt es tatsächlich mehr als eine Meinung. Während einige Wissenschaftler behaupten, diese seien potentiell gesundheitsschädlich, weisen andere darauf hin, dass dieser Fakt bisher nicht erwiesen ist. Neueste Studien deuten darauf hin, dass Nano-Partikel nicht gefährlich sind so lange diese nicht inhaliert werden – potentiell sind sie bedenklicher in Sprays als in Cremes.

Einige Zinkoxid-Hersteller und Sonnenschutzmarken verkaufen Sonnenschutzmittel mit aktiven UVF-Filtern wie ZinClear IM50. Dieses angebliche „non nano“-Zinkoxid ist komplett transparent. Das ist es tatsächlich, aber kann es dann ‘non nano’ sein? Wohl kaum. Es wird eine Technik verwendet, bei der viele Nano-Partikel verklumpt werden. Würde ich also ein Produkt mit Nano-Partikeln verwenden? In Sprays: Nein. In Cremes: Hin und wieder, aber nicht tagtäglich.

Chemische UV-Filter

Chemische (organische) Filter filtern und absorbieren UV-Strahlung. Ihre chemische Beschaffenheit konvertiert die Strahlung in Hitze. In ihren chemischen Eigenschaften und der Fähigkeit UVA, UVB oder beide Strahlungen zu absorbieren, können die verschieden Filter stark variieren.
Studien belegen, dass viele Sonnenschutzmittel chemisches Inhaltsstoffe enthalten, die eine östrogenähnliche Wirkung besitzen, somit das Hormonsystem durcheinander bringen und krebserregend sein können. Octyl-Methoxycinnamate beispielsweise wirkt östrogen und stört die Hormonbildung in der Schilddrüse. Auch Homosalate – ebenfalls ein endokrin aktiver UVB-Blocker – sind in den meisten Sonnenschutzprodukten zu finden.

Retinyl Palmitate (oder Retinol), ein Form des Vitamin A, ist in ca. 20% aller Sport-Sonnenschutzmittel zu finden, steht aber auch in Verdacht, in Verbindung mit Sonnenlicht, die Entwicklung von Hauttumore und Läsionen zu fördern. In den USA wird weiterhin Oxybenzone in vielen Sonnenschutzprodukten verwendet, obwohl die hormonstörenden Eigenschaften bekannt sind und dieser Inhaltsstoff mittlerweile in vielen Ländern verboten ist. (Tipp: in den USA solltet ihr ausschließlich organisch-natürliche Sonnenschutzprodukte kaufen, die physikalische Filter enthalten!).

Studie aus der Schweiz: Rückstände von UV-Filtern in der Muttermilch?

Eine Schweizer Studie hat an wenigen Testpersonen potentielle Nebenwirkungen von UV-Filtern getestet. Da diese schnell über die Haut aufgenommen und somit absorbiert werden, besteht die Gefahr, dass Rückstände auch in die Muttermilch gelangen. Und tatsächlich: Der UV-Filter BP-3 wurde in 96% der Urinproben gefunden und verschiedenste andere UV-Filter in 85% der Muttermilchproben. Der logische nächste Schritt wäre also zu untersuchen, ob die Aufnahme von UV-Filter einen nachteiligen Effekt auf die Entwicklung von Föten und Kinder haben könnte. Eine derartige Studie wurde, soweit ich weiß, aber noch nicht durchgeführt.

“In welchem Maße beeinflusst der individuelle Lebensstil die Konzentration von Chemikalien in der Muttermilch?“ bildete die Grundlage für den Fragebogen der Schweizer Studie. Die Fragen konzentrierten sich vornehmlich auf die Verwendung von Kosmetikprodukten; Information über eine Korrelation zwischen Inhaltsstoffen in Kosmetika und deren Nachweisbarkeit im menschlichen Körper waren limitiert und im Falle von UV-Filtern nicht vorhanden.
Für jedes Kind wurde eine durchschnittliche Tagesdosis jedes chemischen Inhaltsstoffes anhand der Konzentration in der Muttermilch ermittelt. Dabei wurden Fettgehalt der Milchproben, die tägliche Menge der aufgenommen Muttermilch sowie das Körpergewicht des Kindes berücksichtigt. Einige der Kinder nahmen täglich weit über der von der FDA definierten, zulässigen Höchstdosis an polychlorierten Biphenyle und anderen chlorhaltigen Pestiziden auf.
Margret Schlumpf und Walter Lichtensteiger, die dieses Studie leiteten, sagen dazu:

Untersuchungen über Hormonsystem-Störer (chemische Inhaltsstoffe, die das Hormonsystem negativ beeinflussen) zeigen, dass es von äußerster Wichtigkeit ist mehr Informationen zu der simultanen Aufnahme von endokrin-aktiven Stoffen zu sammeln, da diese Inhaltsstoffe in Kombination untereinander schädlich wirken können. Diese Informationen sind besonders relevant, um mögliche Schädigungen bereits im Mutterbauch und in frühen Lebensphasen zu verhindern. Muttermilch wurde als Untersuchungsgegenstand gewählt, da diese direkte Informationen über den Säugling sowie indirekte Informationen über die Mutter und die Aufnahme verschiedener Stoffe während der Schwangerschaft liefert.

Bedeutet das, alle chemischen Stoffe in unserem Körper werden über die Haut aufgenommen? Nein. Jedoch können mehr und mehr Chemikalien nicht mehr aus dem Trinkwasser gefiltert werden, sodass diese ebenfalls über die Nahrung aufgenommen und in unserem Gewebe gespeichert werden. Nicht zuletzt sind Sonnenschutzprodukte mit chemischen UV-Filter mitverantwortlich für die Zerstörung der Korallenriffe. Dazu Notiz 2 am Ende dieses Artikels.

Der beste Sonnenschutz?

Das ist einfach: Zinkoxid schlägt alle andere aktiven Inhaltsstoffe und bietet den besten Breitbandschutz aller bekannten UV-Filter. Ummanteltes Titaniumdioxid folgt und kann ebenfalls als Breitbandschutz bezeichnet werden.
Wie ihr in der Grafik sehen könnt, bietet Zinkoxid einen guten Schutz bei 290-400nm. Manche gehen sogar davon aus, dass es sogar bis 700nm ausreichend schützt. Titaniumdioxid schützt sicher bei 290-350nm, aber nicht ausreichend bei 350-400nm. Beide Stoffe filtern auch UVC-Strahlen.

 

Active Ingredients in Sunscreen and their protection

Von der FDA:
FDA comparison

Warum verbrennen Pflanzen eigentlich nicht?

Es gibt viele natürliche Öle, die aufgrund der enthaltenden Antioxidantien vor UV-Strahlungen schützen. Werden diese Pflanzenöle den Sonnenschutzcremes hinzugefügt, kann im Gegenzug auf konventionelle UV-Filter verzichtet und dennoch ein hoher LSF erreicht werden. Marken wie Eco by Sonya, Eco Cosmetics, Soleo Organics und Alga Maris nutzen diese Wirkungsweise zu ihrem Vorteil. Hier einige Beispiele natürlicher Öle mit LSF:

  • Himbeerkernöl – LSF 25-35 (!)
  • Karottensamenöl – LSF 10-20
  • Weizenkeimöl – LSF 15-20
  • Haselnussöl – LSF 10-15
  • Kokosnussöl – LSF 5-10
  • Sojabohnenöl – LSF 5-10
  • Sheabutter – LSF 6-10
  • Öle aus Traubenkernen, Macadamia, Jojoba, Sesam, Reis, Hanf, Avocado, Erdnuss – LSF 3-10

Himbeerkernöl hat einen unglaublichen hohen LSF. Das liegt an der außergewöhnlich hohen Konzentration an Alpha- und Gamma-Tocopherol (aka Vitamin E), Vitamin A sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Neuste Studien zeigen, dass das Öl neben UVB auch UVC-Strahlen absorbieren kann, es ließe sich daher in Breitband-Sonnenschutzmitteln verwenden. Warum verwenden wir dann nicht einfach Karotten- und Himbeeröl als Lichtschutz? Das ist leider nicht möglich, da die Öle in ihrer Molekularstruktur nicht stabil sind und zu schnell auf der Haut oxidieren. Sie können den Lichtschutzfaktor einer bereits formulieren Creme nur zusätzlich erhöhen, das ist alles.

Dr. Alkaitis meint dazu:

Unsere gesamte Produktpalette bietet durch die pflanzlichen Eigenschaften einen natürlichen Sonnenschutz. Wir empfehlen unser Replenshing Serum vor, nach und während des Aufenthalts in der Sonne. Das nährende Treatment Öl sowie unsere Day Cream bieten einen leichten Sonnenschutz für das Gesicht mit einem natürlichen LSF von etwa 4.

Schlussfolgerung und ein paar Tipps:

  • Verwendet immer Sonnenschutz, wenn ihr euch länger in der Sonnen aufhaltet. Wenn möglich, verwendet physikalische Filter, also Zinkoxid und Titaniumdioxid. LSF 15 bietet einen guten Schutz für jeden Tag, zum Sonnenbaden sollte zum LSF 30 gegriffen werden. Produkte mit LSF 50 oder höher sind nicht nötig, besser ist die großzügige Verwendung und wiederholtes Auftragen einer Creme mit niedrigerem LSF.
  • ‘Non nano’, nicht-ummanteltes Zinoxid bietet den besten UVA/UVB-Breitband-Sonnenschutz. Ummanteltes Titaniumdioxid schützt fast ebenso gut, ist aber instabil in chlorhaltigem Pool-Wasser.
  • Wenn möglich, vermeidet chemische Sonnenfilter (aber nehmt sie dann, wenn keine anderen Sonnenschutzmittel vorhanden sind und ihr vor habt, längere Zeit in der Sonne zu verbringen). Nicht nur, weil diese von dem Körper absorbiert werden, sondern auch, weil sie instabil sind, nach dem Auftragen sukzessiv zerfallen und somit auch nicht mehr wirken (daher ist das erneute Auftragen unabdinglich). Zudem sind die chemischen Filter schlecht für die Umwelt. Wenn jedoch keine anderer Sonnenschutz zur Hand, würde ich sie dennoch verwenden, um Sonnenbrand zu vermeiden.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit: verwendet keine chemischen Sonnenschutzfilter.
  • Sonnenstrahlen sind zwischen 10 und 16 Uhr am stärksten. Direktes Sonnenlicht sollte während dieser Zeit vermieden werden. Besser im Schatten aufhalten. Aber Vorsicht: die meisten Sonnenschirme können die UV-Strahlen nicht filtern!
  • Wird die Sonne komplett gemieden, sollte zusätzlich Vitamin D eingenommen werden – vor allem in der Zeit von Herbst bis Frühling (und wenn ihr schon mal dabei seid, nehmt auch gleich noch Vitamin K2!).
  • Für die tägliche Pflege und normales Herumlaufen nutze ich nur das Treatment Oil oder die Tagespflege Dr. Alkaitis von Dr. Alkaitis und keine extra Sonnenschutzcreme.

 

P.S. Anscheinend hält Koffein nicht nur wach: Einige Studien haben gezeigt, dass Koffein das Risiko an einigen Krebsarten, darunter auch Hautkrebs, zu erkranken verringert. Koffein beeinflusst Zellproteine wie das Enzym ATR, welches die Reparatur beschädigter DNA verhindert. Eine Untersuchung schlussfolgert, dass Koffein einen UV-Schutz bietet, da das Enzym ATR quasi deaktiviert und demzufolge UV-Schäden der Zellen schneller repariert werden können. Noch einen Kaffee, bitte! Danke!

Notiz 1: Titaniumdioxid-Kristalle bilden die Mineralien Rutil sowie Anastas

Die rutile Form ist stabil und hat einen besseren Weiß-Effekt, während die anatase Form weniger grob und daher besser geeignet für Gesundheitsprodukte und Nahrungsmittel ist. In Sonnenschutzprodukten sollte nur die rutile Form verwendet werden, das ist leider aber nicht immer der Fall. Vor wenigen Monaten warnte die australische Regierung vor Produkten von Nivea, L’Oreal und Proctor & Gamble, da diese Firmen unstabile Titaniumdioxid-Nano-Partikel in ihren Sonnenschutzmitteln verwenden.
Warum das schlecht ist? Eine Hautkrebsarten werden durch UV-induzierte freie Radikale verursacht. Daher wird von medizinischen Autoritäten ein starker UVA/UVB-Breitband-Sonnenschutz empfohlen.
Studien haben aber gezeigt, dass die anatase Form des Titaniumdioxids (und im Besonderen die Nano-Partikel des anatasen Titaniumdioxids) die Bildung freier Radikale begünstigen kann. Daher ist die Verwendung in Hautpflegeprodukten jeglicher Art nicht zu befürworten. Die rutile Form des Titaniumdioxids ist im Gegensatz dazu kein aggresiver Produzent freier Radikale. 2008 konnte festgestellt werden, dass anatases Titaniumdioxid in Sonnenschutzmitteln mit den UV-Sonnenstrahlen reagiert und sogar Stahldächer angreift. Zurecht wurde besorgt über die Bedenklichkeit dieses Inhaltsstoffes diskutiert, bis 2010 italienische Forscher explizit gewarnt haben, dass Nano-Partikel des anatasen Titaniumdioxid in der Lage sind ‘beinahe alle organische Materialien zu zerstören’.

Notiz 2: Chemische Sonnenschutzfilter zerstören Korallenriffe

Laut einer bekannten Studie von Roberto Danovaro und seinem Team von der Marche Polytechnic Universität in Ancona/ Italien verursachen Sonnenschutzprodukte irreversible Schäden an den Korallenriffen. 10 % der weltweiten Riffe sind mittlerweile von Sonnenschutzmittel-induziertem Ausbleichen bedroht.
Ihre Studie trägt den Titel ‘Sunscreens Cause Coral Bleaching by Promoting Viral Infections’ und wurde 2008 in der Fachzeitschrift ‘Environmental Health Perspectives’ veröffentlicht. Demnach landen jedes Jahr zwischen 4000-6000 Tonnen (4400-6600 US Tonnen) Sonnenschutzmittel im Meerwasser. Vier oftmals verwendete Inhaltsstoffe sind bereits in geringer Konzentration für das Ausbleichend der Korallen verantwortlich:

  • Oxybenzone (benzophenone-3) – Sonnenschutz mit gesundheitsschädlicher Wirkung.
  • Butylparaben – Konservierungsstoff mit gesundheitsschädlicher Wirkung.
  • Octinoxate (Ethylhexyl methoxycinnamate) – Sonnenschutz mit gesundheitsschädlicher Wirkung.
  • 4-methylbenzylidene camphor (4MBC) – Sonnenschutz mit gesundheitsschädlicher Wirkung. In Europa und Kanada noch erlaubt, aber nicht in den USA oder Japan.

Andere Faktoren wie globale Erwärmung und Umweltverschmutzung sind selbstredend eine größere Bedrohung für Korallenriffe als Sonnenschutzmittel. Und es gab auch Kritik an der Studie, nichtsdestotrotz sollten die Ergebnisse der Studie nicht ignoriert werden. Jeder der in der Nähe von Korallenriffen Schwimmen oder Schnorcheln geht, sollte demnach korallensicheres Sonnenschutzmittel ohne chemische UV-Filter verwenden.

Quellen:

 

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Sunscreen

8 Discussions on
“Hot Topic: Sonnenschutz”
  • Moin Moin!
    Vielen Dank Für den Artikel. Was würden Sie für die kleinsten empfehlen??? Bin total durcheinander 🙁
    Viele Grüße aus Hamburg!!
    Agnes

    • Hi Agnes!

      Zur normalen Verwendung eignet sich Eco Cosmetics Sonnenlotion NEUTRAL LSF 30 ideal. Es ist eine schöne große Flasche und liefert guten Schutz. Ich sehe nicht die Notwendigkeit für Kinder/Babies speziellen Sonnenschutz zu kaufen.
      In chlorhaltigen Schwimmbecken empfehle ich Sonnenschutz mit unbeschichteten Zinkoxid-Partikeln wie z.B. Eco By Sonya.

      Ich hoffe das hilft!

  • Lieber Floris,

    danke für die umfangreichen Infos zum Thema Sonnenschutz. Insbesondere der Abschnitt über die pflanzlichen Öle haben mich begeistert. Was Zink angeht so habe ich bedenken, es hilft sicher bei Hauttausschlägen diese zu vertreiben und ist auch in ökologischen Cremes zu finden. Aber in der Homöopathie beispielsweise wird ein Ausschlag auf der Haut als ein komplexes ganzheitliches Geschehen betrachten. Daher wird auch nach einem Vertreiben des Hautgeschehens durch zinkhaltige Salben oft eine Beteiligung von anderen Organen wie z.B der.Lunge beobachtet.

  • Sehr sehr guter Artikel! Ausführlich recherchiert, gut zu lesen und sogar mit Quellenangaben, so lob ich mir das. Hat das Team von Amazingy eventuell noch ein paar Produktempfehlungen? (Oder habe ich die etwa überlesen..?) Ich suche schon länger nach einem mineralischem Sonnenschutz der nicht ganz so extrem dick ist, sodass ich ihn täglich im Gesicht verwenden kann. Macht weiter so mit der super Arbeit!

  • Hallo Floris,

    zuerst einmal vielen Dank für den tollen Artikel und die ganze Arbeit, die dahintersteckt!

    Ich habe jedoch noch zwei Fragen:

    Ich beziehe mich direkt auf die letzte Antwort:
    “Eine Creme mit Himbeerkernöl zu mixen ist eine gute Idee. Alternativ könnten Sie die Creme (die jedoch keine lichtempfindlichen Öle enthalten sollte!) auch mit Mineralien (wie z.B. unserer HIRO-Foundation) mixen.”

    Was genau meinten Sie mit “Mineralien (wie z.B. unserer HIRO-Foundation)”? Ich habe auf der HIRO-Seite nichts Passendes gefunden…

    Ich habe eine ganz tolle Tagescreme, die ich um einen Lichtschutzfaktor ergänzen möchte.
    Sowohl bei Himbeerkernöl als auch bei den genannten “Mineralien” bin ich mir jedoch nicht sicher, ob die Mischung dann, aufgrund der Verdünnung, wirklich zu einem verlässlichen (wenn auch gerne niedrigeren) Schutzfaktor führt.
    Ich überlege daher, beides hineinzumischen, würde ich damit dann auf Nummer sicher gehen (das Öl oxidiert zwar, füllt aber bis dahin die Stellen aus, wo aufgrund der Verdünnung der physikalische Filter nicht hinkommt)?

    Zudem würde ich das gerne noch einmal selber nachlesen: Ich habe leider unter den vielen Quellen-Angaben nicht die ausmachen können, die belegt, dass Himbeerkernöl diesen hohen LSF (sowohl UV-A als auch -B) hat. Könnten Sie die noch benennen? Danke! 🙂

    Und könnten Sie noch folgenden Widerspruch erklären:
    Im Artikel erklären Sie schlüssig, dass Zinkoxid der beste und risikoloseste Schutzfaktor ist. In Ihrem Shop wirbt aber Eco Cosmetics damit, dass deren Sonnenschutz-Produkte ohne Zinkoxid seien, preist dies als Vorteil an.
    Und wenn ich das richtig gesehen habe, haben Sie nicht ein Produkt mit Zinkoxid im Angebot.
    Wie das…?

    Vielen Dank für Ihre Mühe und viele Grüße
    Constanze

  • Hallo,

    ein sehr interessanter Artikel! Da ich nicht sonderlich begeistert von Sonnencremes aus der Drogerie (egal ob mineralischer oder chemischer Schutz) bin, würde mch sehr interessieren, woher du die Daten zum Lichtschutzfaktor der pflanzlichen Öle hast. Über einen Hinweis auf die genauen Quelle(n) wäre ich dir dankbar!

    Viele Grüße,
    Möhrchen

  • Hallo Floris,

    danke für den informativen Artikel. Ein Balsam auf meiner sonnenhungrigen Seele. Bin schon lange auf der Suche nach einem
    guten Sonnenschutzmittel.
    Eine Frage:Wie erkenne ich, dass eine Creme die rutile Form, also die gute, von Titaniumdioxid beinhaltet? Bei Inhaltstoffen wird immer nur Titaniumdioxid angegeben.

    Ich werde mir eine mineralische Creme kaufen und diese mit Himbeerkernöl anreichern, damit es nicht so weißelt. Gute Idee?

    Danke schon jetzt für die Antwort.

    Viele Grüße

    Ewa Schärf

    • Liebe Ewa,

      Leider müssen wir einfach darauf vertrauen, dass Hersteller von Hautpflegeprodukten die rutile kristalline Form von Titaniumdioxid verwenden, da es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, dies auf der Verpackung zu deklarieren. In Fällen, wo die anatase Form in Sonnenschutzprodukten gefunden wurde, handelte es sich (fast?) immer um Nanopartikel (wahrscheinlich würde die anatase Form in nicht-Nanoform zu sehr weißeln), also ist dies wohl ein weiterer Grund keine Produkte zu verwenden, in denen Nanopartikel verarbeitet sind.

      Eine Creme mit Himbeerkernöl zu mixen ist eine gute Idee. Alternativ könnten Sie die Creme (die jedoch keine lichtempfindlichen Öle enthalten sollte!) auch mit Mineralien (wie z.B. unserer HIRO-Foundation) mixen.
      Beachten Sie jedoch bitte, dass nicht alle Öle gleich hergestellt werden und die Qualität variiert, sodass auch der Lichtschutzfaktor dementsprechend auf der Haut variieren kann. Den genauen LSF eines Öls zu bestimmen ist sehr schwierig, vor allem auch, da natürliche Öle mit der Zeit und wenn sie Sonnenlicht ausgesetzt werden oxidieren (und so einige ihrer therapeutischen Eigenschaften einbüßen). Um also auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie immer eine gute Menge von anderen Filtern (wie z.B. Zinkoxid oder Titaniumdioxid) in der Mischung verarbeiten.

      Liebe Grüße aus Amsterdam,

      Floris

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